Verfahrensstand
TenneT-Abschnitt Dörpen West bis in die Höhe von Meppen
Der Neubau der rund 180 Kilometer langen Leitung von Heede (Samtgemeinde Dörpen) nach Wesel am Niederrhein wird vor allem durch den raschen Zubau von Windkraft in Norddeutschland erforderlich. TenneT ist für den Bauabschnitt von Heede bis in die Höhe von Meppen zuständig. Von dort bis zum Umspannwerk Niederrhein in der Nähe von Wesel ist die Amprion GmbH verantwortlich. Ursprünglich war die neue Leitung ab Diele geplant, weshalb das Projekt zunächst Diele – Niederrhein hieß.
Der Raum Diele kann nach der von TenneT abgeschlossene Ertüchtigung und Optimierung vorhandener Netzstrukturen keine weiteren Kapazitäten für den Anschluss zusätzlicher Offshore-Windparks bereitstellen. Bereits in der dena-Studie I aus dem Jahr 2005 wurde daher eine Erweiterung des vorhandenen beziehungsweise die Errichtung eines neuen 380-kV-Umspannwerks im Raum Diele angezeigt, die dem Anschluss weiterer Offshore-Windparks und der Abführung der dort installierten Leistung durch die geplante 380-kV-Leitung in Richtung Niederrhein dienen sollte.
Durch die Verlegung des geplanten 380-kV-Umspannwerks nach Heede, etwa 20 Kilometer südlich zum vorhandenen Umspannwerk Diele, kann die geplante 380-kV-Leitung deutlich verkürzt und damit kostengünstiger errichtet werden.
Aufgrund des veränderten Anschlusspunktes in Dörpen West statt Diele entfallen der Leitungsneubau zwischen Diele und Heede und auch die Variante auf der rechten Seite der Ems, da kein sinnvoller Anschluss an das neu zu errichtende 380-kV-Umspannwerk Dörpen West möglich ist.
Am 1. Oktober 2008 fand in Meppen die vorbereitende Antragskonferenz für das Raumordnungsverfahren der 380-kV-Leitung Diele (jetzt Dörpen West) - Niederrhein statt. Der Landkreis Emsland ist die für das Raumordnungsverfahren zuständige Stelle. In der Antragskonferenz für das Raumordnungsverfahren wurde den Trägern öffentlicher Belange, das heißt den Landkreisen, Gemeinden sowie Naturschutzbehörden und -verbänden, der bisherige Planungsstand vorgestellt. Unter Leitung des Landkreises wurden dann gemeinsam wichtige Fragen für die weitere Planung diskutiert und der für die behördliche Abwägung erforderliche Untersuchungsumfang festgelegt.
TenneT hat im Mai 2011 die Unterlagen für das Raumordnungsverfahren eingereicht, das damit eröffnet wurde. Im Raumordnungsverfahren werden die untersuchten Varianten von der Genehmigungsbehörde bewertet und schließlich ein Trassenkorridor für die Detailplanung festgelegt.
Die Genehmigung des genauen Trassenverlaufs erfolgt erst im anschließenden Planfeststellungsverfahren.
Ziel ist es, im Dialog mit Planungsbehörden und der Region möglichst zügig eine Planung zu entwickeln, die eine rechtzeitige Fertigstellung der Leitung ermöglicht und Eingriffe in Natur und Landschaft minimiert.