Querung Norderney

Bevor die Übertragungsnetzbetreiber gesetzlich dazu verpflichtet wurden, die Netzanbindung für die Offshore-Windparks herzustellen, planten die Windparkplaner selbst mögliche Trassenführungen.

Eine Möglichkeit stellte von Anfang an die Querung der Insel Norderney dar. Zunächst waren hier durch die einzelnen Windparkbetreiber Planungen für 14 einzelne Trassen vorbereitet worden. Diese Lösung wäre sowohl technisch nicht realisierbar als auch nicht effizient gewesen.

Mit der Übernahme der Aufgabe durch TenneT (vormals E.ON Netz) wurden Netzanbindungen gebündelt.
Auf dem Weg der Anbindungen von See ans Land queren diese Leitungen Norderney. Hierfür wurde im Frühjahr 2008 das 1,5 Kilometer lange, sogenannte Leerrohrbauwerk fertig gestellt, in das die Kabel für den Anschluss der Windparks eingezogen werden. In diese unter der Erde verlegten Leerrohre wurde auch das erste Kabel für den Anschluss von alpha ventus Ende Mai 2008 bereits eingezogen. Bis auf die Horizontalbohrungen muss dann auf Norderney für den Anschluss zukünftiger Windparks nicht mehr gegraben werden.