Windenergie und neue Kraftwerke

Die Förderung der erneuerbaren Energien hat in Deutschland zu einem starken Ausbau der Windenergie geführt.

 

Windkraftanlagen werden aufgrund der günstigen Windbedingungen vor allem in den norddeutschen Küstenregionen errichtet. Bereits heute erzeugen viele Windkraftanlagen bei starkem Wind mehr Strom als in Norddeutschland verbraucht wird. In Niedersachsen und Schleswig-Holstein stehen bereits Windenergieanlagen an Land mit einer installierten Leistung von über 8.500 MW.

In den nächsten Jahren ist mit zusätzlicher Leistung aus Offshore-Windparks in Nord- und Ostsee in Höhe mehrerer tausend Megawatt zu rechnen. Hinzu kommt, dass in dieser Region die Errichtung neuer thermischer Kraftwerke mit einigen tausend Megawatt Gesamtleistung geplant ist.

Abtransport in Verbrauchsschwerpunkte

 

Da elektrische Energie nicht in großem Maßstab speicherbar ist, ergibt sich ein Transportbedarf für große Leistungen vom Norden in den Süden Deutschland. Das bestehende Höchstspannungsnetz reicht hierfür nicht mehr aus. Ohne rechtzeitige Errichtung und Betriebsbereitschaft neuer Leitungen bestünden zu bestimmten Zeiten Transporteinschränkungen im norddeutschen Verbundnetz. Dies hätte zur Folge, dass der in Norddeutschland sowohl in thermischen Kraftwerken als auch in On- und Offshore-Windparks produzierte Strom nicht abtransportiert werden könnte. transpower ist gesetzlich verpflichtet, die drohenden Transportengpässe durch einen rechtzeitigen Ausbau des Netzes zu vermeiden.

dena-Netzstudie

Im Rahmen einer mehrjährigen, wissenschaftlichen Untersuchung unter Führung der Deutschen Energie-Agentur (dena) wurden die deutschlandweit für die Integration der Windkraft erforderlichen Netzausbau-Projekte ermittelt.

Die dena-Netzstudie beschreibt Ausbauszenarien mit einem Zeithorizont bis 2015. Demnach sind aufgrund der zunehmenden Windenergie-Einspeisung im Übertragungsnetz ein umfangreicher Ausbau von etwa 850 km und eine Verstärkung bestehender Trassen von etwa 400 km erforderlich.

 

Die dena-Netzstudie wurde unter Einbindung aller beteiligten Akteure im Bereich Windenergie durchgeführt. So waren die Experten der Übertragungsnetzbetreiber an der Durchführung der Studie ebenso beteiligt wie Windparkbetreiber und Verbände sowie das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit.

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